TGS-1: Lebenszeichen ja – Punkte nein

 TGS – SG Bruchköbel II 25:32 (13:19)

Konjunktivsätze sind im Handball nicht besonders hilfreich, das gilt um so mehr im Abstiegskampf – trotzdem: Hätte man bereits nach zwölf Minuten beim Stand von 4:4 und nicht erst kurz vor der Halbzeit bei 10:15 die viel zu offensive und zu keiner Zeit verläßlich funktionierende 3-2-1-Deckung auf eine klassische 6-0-Formation umgestellt, wer weiß, wie sich die Partie entwickelt hätte.

So aber gab es leider nur einen weiteren Strich auf der langen Liste der vermeidbaren Niederlagen. Und auch das Erste Marchlewitzsche Axiom, wonach man stets gewinnt, wenn „Junior“ Weiland und Manuel Dutine zusammen mindestens zehn Tore erzielen, wurde bedauerlicherweise klar widerlegt.

Nur elf gesunde Spieler waren bei der TGS aufzutreiben, darunter der A-Jugendliche Filip Thomas, der einen munteren und soliden BOL-Einstand hatte. Zu keiner Zeit konnte man der Mannschaft fehlenden Willen vorwerfen, ganz im Gegenteil – die SG Bruchköbel war ganz einfach das abgeklärtere und effizientere Team. Anfangs lud man den an Größe und Spannweite überlegenen Gegner zum Torschießen förmlich ein, eine simple Körpertäuschung oder ein strammer Diagonalpaß reichten oft aus, um gegen die weit aufgerückte Deckung an den Kreis und zu klaren Chancen zu kommen. Da konnte auch der gut aufgelegte Berthold Reinholz im Tor nicht mehr viel ausrichten.

Umgekehrt ging vorne nicht viel zusammen, der Spielaufbau gestaltete sich ideenlos und fehleranfällig, auch das Schußpech bleibt ein treuer Gefährte – allein Bastian Heilos traf vier mal Aluminium statt in die Maschen. Auch von den Außenpositionen war die Ausbeute unterdurchschnittlich. Nur Topscorer Fabian Weiland auf Halbrechts machte da eine Ausnahme, ihm gelangen acht Treffer.

Und so wurde es zwar in der Abwehr mit der Saisonpremiere der 6-0-Deckung deutlich besser und die TGS im zweiten Durchgang ein gleichwertiger Gegner, aber durch gezieltes Arbeiten auf die Schnittstellen Außen-/Halbverteidiger kam Bruchköbel doch zu Toren und hielt den Vorsprung weitgehend konstant – Endstand 25:32.

Die Luft ist mit der Niederlage noch dünner geworden. Noch zwei Partien bieten die Gelegenheit, nach dem eventuell rettenden Strohhalm zu greifen. Kommenden Samstag geht es nach Götzenhain, das man im Hinspiel knapp bezwingen konnte.

Es spielten und trafen: Berthold Reinholz, Christian Lebherz, Fabian Weiland (8), Flo von Beckerath (2), Manuel Dutine (3), Michael Bertrand (2), Jojo Stöhrer (2), Philipp Reigl (2), Bastian Heilos (4/1), David Wagner, Filip Thomas (2)

 

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